Şehit İbrahim Bilgen

Şehadet Bir Çağrıdır, Nesillere ve Çağlara

VON HENNING MANKELL

berichtder

VON HENNING MANKELL 

Bald steuert grössere uns starkere Armada nach Gaza 

Die kluft wird sich vertiefen 

 

Ich hoffe, dass heute, am 27. September 2010, das Wetter südlich won Zynpern nicht zu stürmisch wird. Dort, irgendwo in internationalen Gewassern, ist ein Katamaran Richtung Israels Küste unterwegs. Besser gesagt, der Katamaran segelt in Richtung auf den Gaza-Streifen, der Teil des Palatinensischen Gebiets, der israelischen Blockade ausgesetzt ist. 



An Bord des Katamarans befinden sich Juden, die sich gegen die Blockade wenden und eine friedliche Lösung des Problems anstreben. (Ich weiss jetzt, dass es viele Israelis gibt, die behaupten werdeni dass dies "selbsthassende" Juden sing, die ihr eigenes Bestes nicht Kennen. Ich dagegen glaube fest daran, dass sie sensibel genug sind zu erkennen, dass das, was sie tun, notwendig ist, um ein zükunftiges Blutbad zu verhindern.) 



Vor vier Monaten war ich in diesen Gewassern. Ich befand mich auf dem grieschisch/schwedischen Frachter "sofia". (der name des schiffes wurde spater in Eleftheri Mesogios geandert.) Das schiff war in seetüchtigem Zustand, aber viel mehr nicht. Wir waren Teil der ersten Armada, die mit friedlichen Mitteln versuchte, die illegale und unmenschliche Blockade der in Gaza gefangenen Palastinenser zu brechen. An bord hatten wir so ziemlich alles: Entsalzungsanlagen, Medikamente usw. — ausser Waffen. Ich muss nicht wiederholen, was in der Nacht Ende Mai passierte. Inzwischen ist es weltweit bekannt. In internationalen Gewassern, weit entfernt von der israelichen Küste, schlug die israelische Armee hart und rüchtsichtslos zu, mit Kampfhubsschraubern, Kriegsmarine und Kommandosoldaten. Die Wahrheit darüber, was passiert ist, ist unwiderlegbar: Hatten die israelis nur die Armada stoppen wollen, so ware das sehr leicht gewesen: Ketten um Ruder und Propeller werfen, und die Schiffe hatten anhalten müssen. Punkt. Ende der Durschsage. Aber Israel enhtscied sich für die gewalttatige Attacke. Dass es nachher behauptete, die israelischen Soldaten waren gezwungen gewesen, sich zu verteidigen, ist eine lacherliche Lüge. Wer girff wen an? Wer war es, der friedlich in internationalen Gewassern segelte? Die Antwort ergibt sich von selbst. Nich einmal die Israelis selbst haben Kraft und Ausdauer genug, um die Lüge von der Selbstverteidigung aufrechtzuerhalten. Besonders jetzt nicht, nachdem der gerade veröffentlichten UN-Bericht von einer "Gewalt der Sonderklasse, was die Brutalitat und proportionen angeht" spricht. Ahnliche Bezeichnungen in einem UN-Bericht hat es kaum je gegeben. 



Neun Menschen sind in jener Nach getötet worden. Israel wahlte eine völlig verfelhte strategie. Idıiotisch und zynisch, um Klartext zu reden. Die weltweiten Reaktionen ware gewaltig. Heute befindet dich Israel auf dem Rückzug. 



Noch ist nichts entschieden, die Blockade dauert an. Auch die israelischen Argumente sind dieselben wie früher: Raketen werden von Gaza auf Israel abgefeurt. Israel hat das Recht, sich zur verteidigen. In diesem argument liegt der entscheidende Punkt: Man kann bei seinner argumentation vom Raketenbeschuss ausgehen, ohne die frage zu stellen: was passierte vorher? Gibt es keine Vorgeschicte? Was passierte im Zusammenghang mit der Ausrufung des israelischen Staates 1948? Was passierte mit allen aufgenzwungenen vertreibungen? wer berichtet darüber, dass vor den Raketen, die von Gaza nach Israel abgefeuert wurden, die Palastinenser standigen Angriffen von Israel ausgesetzt waren? Sind es nur die Israelis, die ein Recht haben sich zu verteidigen? Mit modernsten Waffen aus den USA gegen ausserordentlich unmoderne waffen der Palastinenser? Wie viele Palastinenser wurden wahrend des letzten Gaza-Krieges getötet? 1400 personen. Wie viele ısraelis wurden von palastinensischen Raketen getötet? 4. personen. 



Ich habe diesen Sommer versucht, die Geschichte gründlicher zu stundieren, als ich es bislang getan hatte, um sie besser zu verstehen. Man kann sagen eine Art der selbstkritischen Prüfung. Ich hatte es bisher nicht richtig geschafft, meine argumente gegen die, wie ich meine, unwerantworthlische israelische verteidigung der Blockade Gazas mit lückenlosen Fakten zu untermauern. Jetzt kann ich es und argumentiere folgendermassen: Heute lauft die Zeit des Baustopps für jüdische Siedlungen und US-amerikanischen Seite, den Baustopp zu verlangern. Aber es wird nicht gelingen. Das wissen die USA. Die frage ist, ob es sie wirklich kümmert. Wenn man dies zum Ausgangspunkt von friedensverhandlungen nimmt, sind sie bereits vom start an zum scheitern verurteilt. Warum? Weil man Hamas von den verhandlungen ausgeschlossen hat. Man scheint vergessen zu haben, dass Hamas nicht eine Einheit ist, sondern aus unterschieslichen "Fractionen" bestecht, wie man es in der diplomatischen Sprache ausdrüct. Da gibt es gewiss eine Phalanx, die Israel vernichten will, mit der muss man ja nicht verhandeln. est gibt aber auch andere innerhalb der Hamas, die einen Dialog wollen und zu Gesprachen bereit sind. Wenn man diese Gruppen ausscliesst, hat man den Verhandlungen die Grundlage entzogen. Das ist für mich pure Heuchelei.  



Was also wird geschehen? Ich für meinen Teil sehe kein anderes Resultat, als dass sich die Kluft [zwichen Israelis und Palastinensern d. Ü.] noch weiter vertiefen wird. Damit wird die Gewalt weiter eskalieren. Israel ist nachweisbar der Beswatzer und wird deshalb auch der angreifer sein. Aber der Widerstand wird nicht schwacher werden. Bereitzt jetzt weiss ich, dass eine neue Armada vorbereitet wird, die bedeutend grösser ist. Es gibt keine möglichkeit für kompromisse, wenn es darum geht, die Blockade Gazas endgültig zu beenden. (Das bedeutet nicht, dass man sich einer Waffenkontrolle widersetzt. Das sind zwei ganz verschiedene Fragen.) 



Die Frage ist, wie weitsichtig die israelische Bevölkerung und deren Regierung ist. Wenn ich bedenke, dass sich immer mehr Israelis bei mir melden, die sich gegen den "andauernden Wahnsinn" Israels wenden, glaube ich, dass die öffentliche Meinung in Israel gegen die Unterdrückung der Palastinenser zunehmen wird. Sicher, im Augenblick sind die Rechten stark in Israel, das wird sich aber meiner Meinung nach andern. Noch ist die endgültige Katastrophe ein Stück weit weg. Noch ist Zeit zum Handeln. Aber nicht unendlich viel.  



Übersetzung aus dem Schwedischen  von Doris Pumphrey 

Yorum Yok »




Yorum Yaz

*

  • Son Yorumlar

  • Kasım 2017
    Pts Sal Çar Per Cum Cts Paz
    « Haz    
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    27282930